Sichtbar machen

Ausdruck statt Leistung

In der Kunsttherapie geht es nicht um Kunst im klassischen Sinn. Sie müssen nichts „können“, nichts Schönes herstellen und keine künstlerische Begabung mitbringen. Entscheidend ist nicht das fertige Bild, sondern das, was im Gestalten erfahrbar wird.
Innere Themen, Gefühle, Spannungen oder Fragen können sichtbar werden. Das, was vorher diffus, unausgesprochen oder schwer greifbar war, bekommt eine Form. So entsteht ein anderer Zugang als über reines Nachdenken oder Sprechen.
Ich begleite ihren Prozess, frage nach, nehme wahr, teile meine Resonanz mit und biete mich als Gegenüber an. Ich bewerte, interpretiere oder deute Ihre Arbeiten nicht. Nur Sie erleben und wissen, was für Sie stimmig und wahr ist.

Kunsttherapie kann hilfreich sein, wenn "Worte allein nicht reichen", wenn Sie sich innerlich festgefahren fühlen, neue Perspektiven suchen oder wieder mehr Kontakt zu sich selbst finden möchten. Das Gestalten kann auch in belastenden Lebensphasen unterstützen, bei Stress, Erschöpfung, Krisen, Suchtstrukturen, traumatischen Erfahrungen oder anderen psychischen Belastungen.
Durch kreatives Tun können Handlungsspielräume sichtbar werden. Manchmal entsteht ein Perspektivwechsel. Manchmal wird etwas spürbar, das lange keinen Ausdruck hatte. Manchmal zeigt sich ein nächster kleiner Schritt. Und es darf Freude bringen.

„Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, aber es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht.“

Pablo Picasso