der Körper als wichtiger Seismograph

"Man kann Leichtigkeit, Zuversicht und Humor gar nicht ernst genug nehmen." Dr. Michael Bohne

Wenn Verstehen allein nicht reicht

Erleben findet nicht nur im Kopf statt. Gefühle, Erinnerungen und Beziehungserfahrungen zeigen sich auch in Spannung, Haltung, Bewegung, Atem und körperlichen Impulsen.
Embodiment nimmt diese Signale ernst. Der Körper wird dabei nicht als Begleiterscheinung betrachtet, sondern als wichtige Informationsquelle: Was geschieht gerade? Was löst Alarm aus? Was hilft Ihnen, wieder ruhiger, klarer oder handlungsfähiger zu werden? Es geht darum, körperliche Reaktionen früher zu bemerken und bewusster mit ihnen umgehen zu können.
Beim Klopfen werden bestimmte Körperpunkte sanft mit den Fingerspitzen beklopft. Gleichzeitig bleibt das aktuelle Anliegen im Blick. Diese Verbindung kann helfen, emotionalen Stress zu reduzieren, Abstand zu gewinnen und wieder mehr Selbstkontakt zu erleben.
Das Klopfen gehört zur Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie, kurz PEP®. Es ist keine Zaubertechnik und kein festes Programm, das bei allen Menschen gleich funktioniert. Es ist eine Methode, die passend zum Anliegen in die therapeutische Arbeit einbezogen werden kann. Und sie ist meist sehr effektiv.
Manche Blockaden bestehen nicht, weil Sie zu wenig wissen oder sich nicht genug anstrengen. Häufig wirken innere Vorwürfe, alte Loyalitäten, überhöhte Erwartungen oder die Sorge, durch Veränderung Sicherheit und Zugehörigkeit zu verlieren.
Solche inneren Hindernisse werden nicht bekämpft. Wir schauen gemeinsam darauf, wozu sie einmal sinnvoll waren, was sie heute kosten und welche stimmigere Möglichkeit entstehen kann. Dadurch können Ängste gelöst und alte Introjekte aufgelöst werden.